Wichtige Zähler für HTP WINWARD Motorsport

Wichtige Zähler für HTP WINWARD Motorsport

Im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters auf dem Nürburgring fuhren die Mercedes-AMG GT3 von Marciello/Ellis und Götz/Dontje in die Punkteränge. Mit beiden Mercedes-AMG GT3 in den Punkten, erneut mit einem Auto in den Top-10 – und doch nicht ganz zufrieden. So oder ähnlich könnte man die Bilanz des Teams HTP WINWARD Motorsport nach dem Sonntagsrennen des ADAC GT Masters auf dem Nürburgring umschreiben. Die beiden Wahl-Schweizer Raffaele Marciello und Philip Ellis fuhren im blau-weißen Knaus-Boliden auf den achten Rang, während das deutsch-niederländische Duo Maximilian Götz/Indy Dontje in der gelben „MANN-FILTER Mamba“ die Ziellinie auf Position 14 kreuzte.

Einmal mehr erwies sich das Qualifikationstraining als richtungsweisend. Die Startpositionen 13 für Marciello und 18 für Götz bildeten eine wenig erfolgsversprechende Basis für das zweite Ein-Stunden-Rennen des Wochenendes. Doch einmal mehr machten die beiden HTP WINWARD-Besatzungen mit einer fehlerlosen Leistung ebenso das Beste aus der Situation wie ihre Boxencrew. Nach der Serie der Pflichtboxenstopps rangierten die beiden Mercedes-AMG GT3 der Truppe aus Altendiez bereits auf den Positionen 10 und 16. Und in der Folge gelang zunächst Ellis der Vorstoß auf den neunten Rang, bevor sich Dontje mit einem starken Überholmanöver in der allerletzten Runde an die 15. Stelle schob. Beide Fahrzeuge profitierten nachträglich noch von einer Zeitstrafe gegen einen Mitbewerber und rückten jeweils eine Position nach vorne.

Beide Piloten machten indessen keinen Hehl daraus, dass sie mit ganz anderen Vorstellungen in die Eifel gereist waren. „Die Ränge 6 und 8 gestern und heute waren Schadensbegrenzung, aber es ist nicht da, wo wir hingehören“, kommentierte Ellis. „Ich bin mir die Seele aus dem Leib gefahren. In der Schlussphase des Rennens hatten wir mit das schnellste Auto im Feld, aber wir haben es weder im Qualifying noch im Rennen geschafft, den frischen Reifen umzusetzen. Durch den perfekten Stopp haben wir zwei Positionen gutgemacht, dann auf der Strecke nochmal eine. Am Ende ist uns etwas die Zeit ausgegangen. Es gelingt uns noch nicht, unser Potenzial auf den Punkt zu bringen, und das ist in dieser Rennserie Pflicht, wenn man um die vorderen Positionen mitreden will.“

Dontjes Fazit klang sehr ähnlich: „Mehr war hier nicht drin. Wir suchen noch nach dem perfekten Setup für die verschiedenen Bedingungen. Zuletzt bei unseren Testfahrten auf dem Sachsenring ging es sehr gut, aber dann kommen wir hierher und tun uns das ganze Wochenende schwer. Die Bremszonen sind ein Problem, aber generell bekommen wir das Auto nicht dorthin, wo wir es haben wollen. Dass es am Ende noch zwei Punkte gab, ist schön. Aber wenn du im vergangenen Jahr Gesamtdritter in dieser Meisterschaft warst, kann das nicht der Anspruch sein.“

Teamchef Christian Hohenadel kommentierte das Geschehen auf dem Nürburgring ebenfalls selbstkritisch: „Wir haben das Beste aus der ungünstigen Ausgangslage gemacht, aber es ist uns am gesamten Wochenende nicht gelungen, das Maximum aus unserem Paket herauszuholen. Wir nehmen einiges an Arbeit mit nach Hause, um in den kommenden Rennen dort zu fahren, wo wir hinwollen – nämlich da, wo die Podestplätze verhandelt werden.“

Nach einer fünfwöchigen Pause trifft sich die „Liga der Supersportwagen“ im Badischen wieder. Die Wertungsläufe 5 und 6 des ADAC GT Masters 2020 steigen vom 18. bis 20. September auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg.

Fotos: Maria Bauer Photography. Nutzung zur redaktionellen Verwendung frei.
Weitere Informationen unter: www.htp-winward.de